Blutegel-Theraphie

Schmerztherapie: Kein Ekel vor dem Egel

Die speziell gezüchteten Egel

wirken durch ihren im Speichel befindlichen Wirkstoff Hirudin entzündungslindernd. Nach einer Saugzeit von 45 Minuten bis zu zwei Stunden sind sie „satt“ und fallen ab. Foto: Martin Möller (derwesten.de)

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Eine Mahlzeit reicht für zwei Jahre

Ein Blutegel

Foto: Jens Lukas

Blutegel werden seit 2004 vom Gesetzgeber als Fertigarzneimittel eingestuft. Die Biebertaler Egelzucht, die größte im Lande, beherbergt zwischen 800 000 und zwei Millionen Egel in rund 40 Teichen. Es kommen auch importierte Wildfänge meist aus dem Balkan und der Türkei, die bleiben acht Monate in Quarantäne. Es dauert 20 Monate bis ein aus dem Kokon geschlüpfter Egel überhaupt einsatzbereit ist. Er wächst nur, wenn er gefüttert wird. Mit einer Mahlzeit kann er bis zu zwei Jahren überleben.Einsatzbereiche für Blutegel sind in der Schmerztherapie, bei Entzündungen, Durchblutungsstörungen und bei Gewebetransplantationen. Krampfadern und Hexenschuss sind weitere Einsatzbereiche.